Strukturierter Garten mit Gabionensteinen, Terrasse, Sonnenschirm und hoher Bepflanzung als Sichtschutz

Gartengestaltung mit Struktur: Elemente, die Eindruck machen

Ein gepflegter Garten ist mehr als ein Rasen und ein paar Beete. Struktur schafft Ordnung, verleiht Charakter und sorgt für klare Linien – nicht nur optisch, sondern auch funktional. Wer einen Garten plant oder umgestaltet, steht schnell vor der Frage: Welche Materialien bringen langfristig Stabilität, Pflegeleichtigkeit und visuelle Wirkung zusammen? In diesem Beitrag zeigen wir, wie unterschiedliche Bauelemente – von Gabionensteinen über Holz bis zu Metall – sinnvoll kombiniert werden und welche Möglichkeiten sie bieten, um mehr als nur schön auszusehen.


Warum Struktur im Garten entscheidend ist

Viele Gärten wirken unruhig, weil ihnen ein durchdachter Aufbau fehlt. Gerade bei kleinen oder abschüssigen Grundstücken ist Struktur kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Mauern, Einfassungen, Sichtschutz und Ebenen schaffen Orientierung und Ruhe – optisch wie funktional.

Strukturelemente im Garten helfen:

  • klare Raumaufteilung zu schaffen

  • unterschiedliche Zonen zu definieren (z. B. Essplatz, Ruhebereich, Spielfläche)

  • Höhenunterschiede abzufangen

  • Blickachsen gezielt zu lenken

Die Wahl der Materialien entscheidet dabei über Pflegeaufwand, Langlebigkeit und den Gesamteindruck.

Diese Materialien bringen Struktur in den Garten

Für die moderne Gartengestaltung eignen sich vor allem drei Materialgruppen: Stein, Holz und Metall. Jedes davon hat eigene Vorteile – und die Kombination sorgt für Spannung und Ausgewogenheit.

Materialtyp Eigenschaften & Einsatzbereiche
Gabionensteine (in Drahtkörben) Ideal für Hangsicherung, Sichtschutz und Schallschutz. Robust, langlebig, pflegefrei.
Holz (z. B. Lärche, Douglasie) Warm, natürlich, vielseitig. Gut für Terrassen, Sichtschutzwände oder Pflanzkästen.
Metall (Cortenstahl, verzinkter Stahl) Modern, witterungsbeständig, prägnant im Design. Für Beeteinfassungen, Hochbeete, Treppen.

Die Kunst liegt darin, diese Materialien so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig ergänzen und die Gestaltung nicht überladen wirkt.

Lärmschutz und Sichtschutz clever gelöst

Viele Gartenbesitzer möchten vor allem Ruhe und Privatsphäre. Neben dichten Hecken oder Holzzäunen sind Gabionen eine ideale Lösung – vor allem an stark befahrenen Straßen oder in Neubaugebieten mit enger Bebauung.

Vorteile von Gabionen bei Sicht- und Lärmschutz:

  • absorbieren Schall besser als Holz oder Kunststoff

  • lassen sich individuell befüllen (z. B. Basalt, Kalkstein, Glasbrocken)

  • sehr langlebig und stabil – kein Verziehen, kein Streichen nötig

  • können auch mit Rankpflanzen kombiniert werden (z. B. Clematis, Efeu)

Die Verbindung mit Holzpaneelen oder bepflanzbaren Elementen lockert massive Strukturen auf und integriert sie harmonisch ins Gesamtbild.

Gabionensteine als vertikale Trennelemente in einer gepflegten Gartenhecke mit Bäumen

Hangabsicherung mit Stil

Ein Garten am Hang verlangt nach intelligenten Lösungen – sowohl funktional als auch gestalterisch. Gabionen sind auch hier ein bewährtes Mittel, um Terrassen zu schaffen und Erosion zu verhindern. Sie können als freistehende Mauer oder in Kombination mit Betonfundamenten eingesetzt werden.

Typische Fragen zur Hangabsicherung:

  • Brauche ich ein Fundament für Gabionen?
    → Ja, bei höheren Bauwerken ist ein stabiler Untergrund wichtig.

  • Können Gabionen bepflanzt werden?
    → Ja, flachere Varianten mit Erdeinlage sind ideal für Kräuter oder Bodendecker.

  • Welche Alternativen gibt es?
    → Natursteinmauern, Winkelstützen oder bepflanzte Trockenmauern.

Wer es leichter und optisch abwechslungsreicher mag, kann Holzterrassen oder Stufen aus Cortenstahl ergänzen.

DIY-Ideen: Struktur selbst bauen

Viele Elemente lassen sich mit etwas Geschick auch selbst umsetzen – besonders beliebt bei Heimwerkerinnen und Heimwerkern:

Idee Material Schwierigkeit
Kleine Gabionenwand als Sichtschutz Drahtkörbe + Steine mittel
Beeteinfassung aus Cortenstahl Bausatz oder Maßanfertigung einfach
Pflanzkästen mit Holzrahmen Lärche oder Douglasie einfach
Hochbeet mit Metallverkleidung Metallplatten + Holzstruktur mittel
Outdoor-Stufen mit Blockstufen Beton, Stein oder Metall anspruchsvoll

Tipp: Viele Anbieter liefern Gabionenkörbe als Bausatz mit Aufbauanleitung – ideal für Wochenendprojekte.

Was passt zu welchem Gartenstil?

Nicht jeder Garten verträgt schwere Materialien. Entscheidend ist die Harmonie mit dem Haus, dem Boden und der Umgebung.

Stil Geeignete Materialien
Modern / Minimalistisch Cortenstahl, Beton, Gabionen, klare Geometrie
Natürlich / Ländlich Holz, Naturstein, bepflanzte Trockenmauern
Mediterran Terrakotta, helle Kalksteine, Olivenbäume
Urban / Kompakt multifunktionale Elemente, schmale Gabionen, Hochbeete

Pflege, Kosten und Lebensdauer im Vergleich

Ein häufiger Irrtum: Holz ist günstig, Stein teuer. Die Realität ist komplexer. Wichtig ist, auch Folgekosten und Pflege mit einzubeziehen.

Material Bewertung
Gabionen Kosten: mittel bis hoch
Pflege: sehr gering
Haltbarkeit: 30+ Jahre
Holz Kosten: eher günstig
Pflege: regelmäßig nötig (Ölen, Streichen)
Haltbarkeit: 10–20 Jahre
Metall (z. B. Cortenstahl) Kosten: hoch
Pflege: wartungsfrei
Haltbarkeit: 40+ Jahre

Wer langfristig plant, spart nicht nur Geld, sondern auch Arbeitszeit.

Gartenbauer platziert Natursteine zur Vorbereitung einer Gabionenstein-Mauer im Beet

Gestaltung mit Tiefenwirkung

Struktur bringt nicht nur Ordnung – sie bringt auch Tiefe in den Garten. Höhenunterschiede, kombinierte Materialien und gezielte Sichtachsen machen selbst kleine Flächen optisch größer. Wer geschickt arbeitet, schafft Übergänge, Rückzugsorte und Highlights zugleich.


Projektplaner: In 4 Schritten zur Gartengestaltung mit Struktur

1. Funktion klären
Bevor Sie mit der Planung beginnen, definieren Sie den Zweck Ihres Gartens. Möchten Sie einen Rückzugsort schaffen? Benötigen Sie Sichtschutz oder eine Lösung für Hangabsicherung? Oder steht die Nutzung als Spielfläche, Gemüsegarten oder Essplatz im Vordergrund? Je klarer der Zweck, desto gezielter die Gestaltung.

2. Zonen festlegen
Unterteilen Sie Ihren Garten in sinnvolle Bereiche. Wo sollen Ruhe herrschen, wo darf Bewegung stattfinden? Legen Sie Sichtachsen, Wege und Übergänge so an, dass die Bereiche klar voneinander getrennt, aber dennoch harmonisch verbunden sind.

3. Materialien auswählen
Erst jetzt geht es um das „Was“. Welche Materialien passen zu Ihrem Haus, zum Boden und zum gewünschten Pflegeaufwand? Gabionen, Holz, Metall oder Naturstein lassen sich gut kombinieren – entscheidend ist die Ausgewogenheit.

4. Projektetappen planen
Planen Sie in Phasen. Was lässt sich selbst umsetzen – etwa Pflanzkästen, Beeteinfassungen oder kleine Sichtschutzelemente? Was sollte später oder mit Fachhilfe erfolgen? Ein strukturierter Zeitplan bewahrt vor Frust und hilft beim Budget.

Praxistipp: Beginnen Sie mit kleinen, klar definierten Projekten. So bleibt die Motivation hoch – und Sie gewinnen schnell sichtbare Ergebnisse.


Räume schaffen, Ruhe gewinnen

Ein strukturierter Garten ist kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Planung und bewusster Materialwahl. Gabionensteine spielen dabei eine wichtige Rolle – als langlebiges, pflegeleichtes und stilvolles Element neben Holz, Metall oder Beton. Wer Materialien klug kombiniert, schafft nicht nur Sichtschutz oder Hangsicherung, sondern eine Umgebung, die Ruhe ausstrahlt und vielseitig nutzbar bleibt. Mit etwas Know-how und der richtigen Auswahl wird jeder Garten zu einem durchdachten Lebensraum im Grünen.

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